Dienstag, Juni 24, 2008

Propaganda: NZZ

Ich habe mir vorgenommen, die übelsten Propaganda-Auswüchse zu kommentieren. Material ist ja wirklich genug vorhanden. Ein erster Versuch, vielleicht wird ja eine Serie draus.
Was für ein grausliger Propaganda-Artikel, den NZZ Online heute veröffentlicht hat.
Die afghanischen Taliban haben im vergangenen Jahr etwa 100 Millionen Dollar mit Opiumhandel verdient. Damit finanzieren sie Waffen und Munition. Vermutlich horten sie enorme Mengen an Rohopium, um sich diese Geldquelle zu erhalten.

Es ist schon mal bedauerlich, dass der Autor schlichtweg ignoriert, dass die Taliban den Mohn-Anbau und Opium-Handel auf schärfste bekämpft haben, und dadurch die Produktion beinahe vollständig still legen konnten. Und die Ernten nahmen im Zeitraum wieder zu, als die NATO-Truppen das Land wieder "kontrollierten".

Aber was soll man sich mit Einzelheiten aufhalten. "Vermutlich" ist sicher genug, um Rechte einzustampfen, Zivilisten zu bombardieren und Kriege zu rechtfertigen. Da ist es sicher zuviel verlangt von einem Journalisten etwas Hintergrundwissen zu erwarten.

Im vergangenen Jahr betrug dort der geschätzte Erlös der Produzenten für Rohopium ab Bauernhof total rund eine Milliarde Dollar, wie der Direktor des UNODC, Antonio Maria Costa, in einer Radiosendung der BBC erklärte.

Dass er den Ober-Drogen-Clown der UNO zitiert, ohne auch nur ein Wort zu hinterfragen zeugt auch nicht wirklich von Qualitäts-Journalismus. Wobei schon bezeichnend ist, mit welcher Regelmässigkeit solche Jobs an extreme Hardliner vergeben werden.

Diverse Berichte, dass die NATO-Truppen die Mohnfelder, die sie vorfinden eben nicht zerstören, sondern im Gegenteil beschützen sollen, gingen ebenso am Autor vorbei.

Kif in the Rif

Aber absolut unerträglich ist der Schluss:

Allerdings sind sie durchaus zu «Produktinnovationen» fähig. Das UNODC zeigt sich sehr besorgt darüber, dass der Anbau von Marihuana in jüngster Zeit stark zugenommen hat.

Wer sowas schreibt, zeigt doch deutlich, dass er keine Ahnung hat. Eigentlich von nichts, was für diesen Artikel relevant gewesen wäre. Weder von der Gefährlichkeit von Drogen, noch von den Möglichkeiten von Hanf. Weder von der Geschichte Afghanistans, noch vom Zusammenspiel zwischen Drogenhandel und Geheimdiensten.

Der Chef der britischen Drogenbekämpfungsbehörde in Kabul, David Belgrove, bestätigt in der BBC-Sendung die Nähe der Taliban zum internationalen Drogenhandel.

Das kann eigentlich nur ein Scherz sein. Ausgerechnet einen Briten mit der Aufsicht über afghanisches Opium zu beauftragen. Da werden sich China und Indien aber gerfreut haben.

Während Jahren haben die afghanischen Bauern unter ihrem Regime mehr Mohn angebaut, als der Weltmarkt nachgefragt hat. Zur Finanzierung des bewaffneten Kampfes sind daher die Einnahmequellen vermutlich auf Jahre gesichert.

Da geht es hin: Weil also die Taliban noch ausreichend Mittel - und nicht etwa Überzeugung - haben, darf es keinen verwundern, wenn da die NATO noch ein paar Jahre rumstolpert.

Böse Drogen, böse Terroristen - Gute UNO, gute NATO. Mit so simplen Weltbildern operieren "Journalisten" in unseren Intellenz-Blättern. Traurig daran ist, dass diese Ansichten von "intelligenten" Menschen unwidersprochen übernommen werden.

Dienstag, Juni 10, 2008

Meine Lieblings-Ente


DSC_0189, originally uploaded by jaqwith.

das hier ist meine Lieblings-Ente auf dem Vierwaldstättersee. Sie kommt jedes Mal vorbei, um Hallo zu sagen. Vielleicht ist es aber auch jedes Mal eine andere. :)

Sonntag, Juni 08, 2008

Donnerstag, Juni 05, 2008

Freitag, April 18, 2008

Volker Pispers

Eine Woche Urlaub unter Menschen die nicht ständig vorgeben normal zu sein.

Fake-News

Wenn sich Komiker als Firmensprecher tarnen.

Update 11. Juli 2008:

Selbstverständlich ist es unpassend - danke für den Hinweis - The Yes Men nur als "Komiker" zu bezeichnen. Die Gruppe um Jacques Servin und Igor Vamos hat sich vorgenommen, durch Übertreibungen die wahren Beweggründe unternehmerischen Handelns offensichtlich zu machen.

Das obige Video zum 20. Jahrestag der Katastrophe von Bhopal ist das bisherige Glanzstück. Die englische BBC sendete das Statement zwei mal, bevor der Chemie-Riese Dow Chemicals eingreifen konnte.

Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Yes_Men
http://www.theyesmen.org/

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18956/1.html
http://www.dowethics.com/r/about/corp/bbc.htm
http://www.spindoktor.de/2004/12/media-hack-die-yes-men-fhren-die-bbc.html

Montag, April 14, 2008

Mittwoch, April 09, 2008

Cheney-Affäre

Wie aus einem harmlosen Tag beim Fischen beinahe eine Affäre wurde. Und wie (leider) schnell wieder der langweilige Alltag Einzug gehalten hat.

Angefangen hat's mit diesem Post auf Fefes Blog:
Guckt euch mal die Reflektion in der Sonnenbrille von Cheney genau an. Ich habe irgendwie den Eindruck, die Bildunterschrift "Vice President Dick Cheney spends an afternoon fly-fishing on the Snake River in Idaho" ist nur die halbe Geschichte.
Und tatsächlich, was bei einem ersten Blick bloss nach dem üblichen fiesen Grinsen von Dick aussieht - in der Sonnenbrille spiegelt sich ein erotisch anmutendes etwas. Ist Cheney etwa auch nur ein Mann?

Klar, dass ich das genauer wissen wollte! Bei digg gibt es einen Thread dazu, der dann auch zu einem besseren Bild verweist. Damit war es dann nicht mehr allzu schwer, den betreffenden Ausschnitt zu vergrössern. Und es stellt sich heraus: Cheney hat "nur" seine Rute in der Hand. Nicht die für Sex - die fürs Fischen!

Dienstag, April 01, 2008

Bankenkrise

Das neue Brettspiel der Landesbanken. Danke an die Steuerzahler.

Freitag, März 28, 2008

Demonstrationsrecht, Medienfreiheit usw.

Oops. Das sind gar keine chinesischen Polizisten, die hier auf Tibet-Aktivisten einprügeln...

Donnerstag, März 27, 2008

Gute Frage - keine Antwort

Wieso wird in Holland weniger Cannabis konsumiert als in seinen Nachbarländern? Der oberste Drogenwächter weicht aus...

Donnerstag, März 20, 2008

Dada

Spanien, Kosovo, ETA
Euskal Herria. Serbien. UCK
Palästina, Israel, Hamas

Russland, USA, Taliban
Mudjaheddin, Afghanistan
China, Tibet, Dalai Lamas

Mittwoch, März 19, 2008

Propa-Gandhi


Ohne weiteren Kommentar.