Sonntag, August 17, 2008
Freitag, August 08, 2008
Polizeistaat USA
Eine ganze Kette von falschen Einschätzungen, Entscheidungen und Massnahmen führte zum Desaster: Der ausgestellte Durchsuchungsbefehl befugte die Polizei nicht zum gewaltsamen Eindringen - ein sogenannter no-knock-warrant - sondern nur zum Anklopfen, Papier zeigen und Haus durchsuchen. Zudem hatten sie den Durchsuchungsbefehl nicht dabei, beziehungsweise haben ihn auch auf ausdrückliche Nachfrage des Lokalpolitikers nicht vorgezeigt. Erst einige Tage später wurde er dann vorbei gebracht.
Zumindest einer der beiden Labrador-Hunde - die in der ganzen Gemeinde für ihre Gutmütigkeit bekannt waren - wurde erschossen, als er sich in der Küche vor den Angreifern in Sicherheit bringen wollte. Die Polizisten hingegen sagten aus, sie hätten sich bedroht gefühlt.
Die lokale Polizei hätte das Missverständnis vermutlich aufklären können, wurde aber gar nicht erst informiert. Sie hatten zum Zeitpunkt auch schon Hinweise darauf, dass der vorgesehene Empfänger der zuständige Auslieferer gewesen war - der inzwischen auch verhaftet wurde.
Quellen:
http://www.newswithviews.com/Ryter/jon247.htm
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/08/06/AR2008080602795.html
http://edition.cnn.com/2008/CRIME/08/07/mayor.warrant/
http://www.blick.ch/news/ausland/polizisten-erschossen-ihre-hunde-97413
Donnerstag, August 07, 2008
Atom-News
Wegen der geringen Strahlungsmenge bestehe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung oder die Mitarbeiter. Dennoch gehe der Container ungeöffnet nach Italien zurück.Das amerikanische U-Boot verliert Radioaktivität, aber das ist nicht gefährlich - meldet man aus Singapur.
A U.S. nuclear-powered submarine which has steadily been leaking a small amount of radiation for over two years stopped at a Singapore port but the radiation leak was within safety limits, Singapore's Defense Ministry said on Thursday.Und aus Japan kommt ein interessanter Artikel zur Abschaffung aller Atomwaffen. Wieviele diese "alle" dann wirklich sein werden, wird sich zeigen. Also die 2-300 brauchen wir schon noch, für böse Aliens zum Beispiel, oder niederträchtige Kometen. Klar...
Former policymakers among the leading nuclear powers, recognizing that nuclear weapons can't keep the world safe, and in fact endanger human life, are starting to call for a nuclear-free world.Quellen:
http://www.20min.ch/news/ausland/story/22289926
http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/2008-08/07/content_9036469.htm
http://www.asahi.com/english/Herald-asahi/TKY200808070060.html
Montag, August 04, 2008
Pannen, Pech und Hubschrauber
Der Heimatfront soll allerdings kein Schaden dadurch entstehen, weil die sich da neu organisert haben. Nach offiziellen Angaben vom Januar war übrigens nur jeder dritte Hubschauber Front-tauglich.
Quelle:
http://www.guardian.co.uk/uk/2008/aug/04/military.afghanistan
http://www2.irna.ir/en/news/view/menu-234/0808043544150445.htm
Samstag, August 02, 2008
Gefunden: Dynamit
Einige Beispiele aus den letzten Monaten: Am 28. April fanden Beamten der Steuerbehörde 800 Stangen Dynamit in einem öffentlichen Linienbus. Am 9. Juni wurden 1540 Stangen beschlagnahmt, ebenfalls in einem öffentlichen Bus. Am 11. Juli dann über 700 Stangen, diesmal unter Kleidern und Lebensmitteln. Am 1. August wurde wieder ein grosser Fund bekannt: Eine erste Meldung spricht von über 6000, eine spätere immer noch von 4800 Stangen Dynamit.http://www.andina.com.pe/Espanol/Noticia.aspx?id=fCOjiSsEpNg=
http://www.andina.com.pe/Espanol/Noticia.aspx?id=0Wezlu2mLSo=
http://www.trome.com/tonline/html/2008-07-11/ontractualidad0918920.html
http://www.trome.com/tonline/html/2008-08-01/ontrultimas0925637.html
http://www.trome.com/tonline/Html/2008-08-01/ontractualidad0925722.html
Samstag, Juli 26, 2008
Mann erschiesst Rasenmäher
“I can do that. It’s my lawn mower and my yard, so I can shoot it if I want,” Walendowski told police.
Die Polizei hat daraufhin das Haus durchsucht und einige Waffen, darunter auch die abgesägte Schrotflinte, die für den Rasenmäher verwendet wurde, beschlagnahmt. Angeklagt wird er nun wegen Verstoss gegen die Waffengesetze - und weil er mit geladener Waffe ordnungswidrig hantiert hat.
Wirklich amüsant ist allerdings der Kommentar des lokalen Rasenmäher-Verkäufers:
[...] quoted the owner of a local lawnmower dealership as saying theWer hätte das gedacht.
shooting didn't help Walendowski's chances of getting the machine
repaired. "Anything not factory recommended would void the warranty," he said
Quellen:
http://en.rian.ru/world/20080726/114974833.html
http://www.jsonline.com/story/index.aspx?id=776545
Freitag, Juli 25, 2008
Neuer Ansatz gegen Terror
Mit einem umfassenderen Ansatz, der auch soziale und ökonomische Aspekte einbezieht, sollen mehr Mitgliedsstaaten eingebunden werden. Gleichzeitig sollen aber auch die Rechte der Gefangenen besser geschützt, und Folter geächtet werden.
Fazit: Die Idee ist nicht schlecht - aber man kann nur hoffen, dass sie das besser auf die Reihe kriegen als die Idioten von der UNODC.Das Phänomen des Terrorismus könne nicht mit dem Aufmarsch von Truppen und militärischen Mitteln bewältigt werden. Dies sei eine eindimensionale Sicht.
Quellen:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/17936401
Rauchverbot - im eigenen Auto
Gordon Williams wollte anscheinend nur Teebeutel für seine Frau kaufen, als er in eine Routine-Kontrolle der Polizei kam. Als sie angehalten hatten zündeten er und sein Beifahrer eine Zigarette an. Daraufhin erhielten sie von einem Angestellten der Stadt eine Busse von je £30 - rund 60 SFr. Begründung? Das Auto sei sein Arbeitsplatz.
Quelle:
http://www.guardian.co.uk/uk/2008/jul/25/smoking
Mittwoch, Juli 23, 2008
Noch ein Bush
It is uncertain, there’s no question about it.
Wall Street got drunk, it got drunk, (it’s one of the reasons I asked you to turn off your tv cameras.) It got drunk and now it’s got a hangover. The question is how long will it sober up, and not try to do all these fancy financial instruments.
And now we got a housing issue, not in Houston, and evidently, not in Dallas, because Laura was over there trying to buy a house today. (laugher.. Crawford!)
I like Crawford, unfortunately after eight years of asking her to sacrifice, I’m now no longer the decision maker. She’ll be deciding, thanks for the suggestion! I suggest you don’t yell it out when she’s here. Later, telling her “Hey honey, we’ve been on government pay now for 14 years... so go slow!"
It’s uh.. caused me to lose my train of thought. Anyway.
Quellen:
http://cryptogon.com/?p=3045
http://www.youtube.com/watch?v=eXj4-PFuMLc
http://politicalblog.abc13.com/
Ich bin dann mal weg...
Die Fenster schliessen geht nicht, weil eine alternative Lüftung fehlt. Disziplinarische Massnahmen hätten wenig bewirkt - wie soll ich mir das eigentlich vorstellen? "Seid ruhig, oder ich stell Euch vor die Tür!" Oder vielleicht zwei Wochen Haus-Arrest? Ohne Abendessen ins Bett?
Den Vogel abgeschossen hat allerdings Sicherheitsdirektor Beat Villiger mit folgendem Zitat:
Die Strafanstalt ist in der Nacht nicht besetzt. Dies würde zu hohe Kosten verursachen.Tja, da kann man dann froh sein, wenn am Morgen noch alle da sind. Zur Illustration noch eine kleine Karte von der idyllischen Lage der Haftanstalt - jeder der mit dem Zug durch Zug fährt, kommt daran vorbei.
Quellen:
http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/detail.htm?client_request_contentOID=286121
http://www.zugerpresse.ch/index.php?id=zpnews_einzelanzeige&no_cache=1&tx_ttnews[pointer]=1&tx_ttnews[tt_news]=2245&tx_ttnews[backPid]=24&cHash=6088e1f171#
Wenn die bloss "nettere" Links machen könnten...
Dienstag, Juli 22, 2008
Aus einem offenen Brief an Bush
Our country has long turned a blind eye to the misdeeds of our heroes. If you have power or money or fame, the law is applied much differently than if you are weak or poor or an average American trying to get by. At the same time, all americans have for far too long given the benefit of the doubt to its leaders who seem too good to be true, even when common sense indicates they are not.Okay, ich habe ein wenig korrigiert. In Wirklichkeite meinte Logan Marion Jones und hat folgendes gesagt:
To reduce his sentence or pardon him would send a horrible message to young people who idolized him, reinforcing the notion that you can cheat and be entitled to get away with it. A pardon would also send the wrong message to the international community. Few things are more globally respected than the United Nations, and to pardon one of the biggest frauds perpetuated on the international community would be nothing less than thumbing our collective noses at the world.
Our country has long turned a blind eye to the misdeeds of our heroes. If you have athletic talent or money or fame, the law is applied much differently than if you are slow or poor or an average American trying to get by. At the same time, all sports have for far too long given the benefit of the doubt to its heroes who seem too good to be true, even when common sense indicates they are not.Aber ich konnte nicht anders.
To reduce Ms. Jones’ sentence or pardon her would send a horrible message to young people who idolized her, reinforcing the notion that you can cheat and be entitled to get away with it. A pardon would also send the wrong message to the international community. Few things are more globally respected than the Olympic Games, and to pardon one of the biggest frauds perpetuated on the Olympic movement would be nothing less than thumbing our collective noses at the world.
Quelle:
http://olympics.blogs.nytimes.com/2008/07/22/usa-track-and-field-chief-issues-open-letter-to-bush-on-marion-jones/
Explosive Buddhistische Rituale?
Anscheinend wurde die Explosion durch einen Kurzschluss verursacht, der die dort gelagerten 716 Kg Schwarzpulver entzündete. Genau wie die 29 Gewehre, die aufgefunden wurden, seien sie regelmässig in buddhistischen Ritualen verwendet worden.
Following the blast, the temple transferred its remaining black powder and 29 guns used for Buddhist rituals to the county explosive warehouse and public security authorities.Nach der Explosion wurden die Gewehre und das restliche Schwarzpulver ordnungsgemäss den lokalen Behörden übergeben. Wieso nur habe ich den Eindruck, dass da etwas fehlt?
Quelle:
http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/2008-07/22/content_8750110.htm
Sonntag, Juli 20, 2008
Wenn Spione miteinander...
Ein Hauptthema des Artikels ist die Missgunst zwischen den afghanischen und den pakistanischen CIA-Agenten. Die Taliban in Afghanistan werden seit der sowjetischen Invasion vom ISI unterstützt. Aber aktuell sind sie - sowohl in Afghanistan als auch Pakistan - das Hauptziel der Amerikaner. Weil sie ohne Hilfe absolut chancenlos wären, unterstützen sie also den ISI. Das Geld wird dann unter anderem dafür verwendet, heimliche Kleinkriege gegen Indien zu führen.
Einige nette Details zum speziellen Vertrauensverhältnis zwischen ISI und CIA werden aufgeführt. Zum Beispiel, dass pakistanische Agenten die Augen verbunden wurden, um sie in die USA ins Trainingslager zu senden. Auch dass Pakistan für gewisse Gebiete Flugverbote für Drohnen erlässt und die USA routinemässig dagegen verstossen belegt eindrücklich die gute Zusammenarbeit.
The I.S.I. operates in a neighborhood of constantly shifting alliances, where double dealing is an accepted rule of the game, and the phenomenon is one that many in Washington still have problems accepting.Das sagt eigentlich doch genug. Dass man mit allen Seiten wenigstens informelle Kontakte unterhält, ist für die Amerikaner ein weitgehend inakzeptables Phänomen. Das erklärt dann, wieso sie immer wieder mit den selben Idioten zusammen arbeiten - unabhängig davon, ob sich deren politische Ziele mit den eigenen decken. Man kennt sich halt.
Der Artikel endet mit der Feststellung, dass der frühere Leiter des ISI und jetzige Armeechef Pakistans, General Ashfaq Kayani vermutlich der von Langley am meisten respektierte Geheimdienstler sei. Sein Talent zur Manipulation werde bewundert.
Da der Artikel wie eingangs erwähnt nicht die ganz grossen Enthüllungen macht, stellt sich die Frage was denn die Absicht sein könnte.
Quellen:
http://www.nytimes.com/2008/07/20/weekinreview/20mazzetti.html
http://www.counterpunch.org/tariqpearl.html
http://911review.org/Sept11Wiki/Atta-Isi.shtml
Samstag, Juli 19, 2008
Sozialismus vs. Kapitalismus

Das erinnert mich an diesen (uralten) Witz:
Willi: "Genosse Herbert, was ist das Hauptmerkmal des Kapitalismus?"
Herbert: "Genosse Willi, im Kapitalismus knechtet der Mensch den Menschen."
W.: "Richtig, Genosse Herbert. Und wie ist es im Kommunismus?"
H.: "Genosse Willi, da ist es umgekehrt!"
Nach einem kleinen Lacher zwischendurch kritisiert es sich doch gleich wieder viel leichter.
Sprengstoff bitte melden
Die Anlage in der Nähe von Lyon ist zuständig für das Entschärfen von Minen. Deshalb sei es auch normal, dass da Sprengstoff gelagert werde. Andere Quellen versichern hingegen, dass das Zentrum nicht den Sicherheitsvorschriften entspreche und das Lagern von Sprengstoffen gar nicht erlaubt sei. Zumindest ein Wachposten wäre angemessen gewesen.
Einig sind sie sich allerdings darin, dass sie keine Ahnung haben, wer es wie gestohlen hat. Zeitlich soll es irgendwann in der letzten Woche passiert sein, und finden kann man es sowieso fast nicht. Aber wenigstens ermittelt jetzt eine Anti-Terror-Einheit aus Paris. Wenn mich das nur nicht so an die Machenschaften von SISMI und CNI erinnern würde.
Das ist natürlich praktischer, den Terror-Bedarf einfach verschwinden und bei Terror-Bedarf wieder auftauchen zu lassen. Wenn man dann ein paar tote Terroristen hat, muss man gar nicht mehr erklären, woher sie die Bombe hatten.
Quellen:
http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/248364
http://tf1.lci.fr/infos/france/faits-divers/0,,3913747,00-kilos-explosifs-tres-performants-voles-pres-lyon-.html
http://tf1.lci.fr/infos/france/faits-divers/0,,3913990,00-vol-explosifs-questions-polemique-.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Bologna_massacre
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20212/1.html
Verlasst Palästina oder sterbt!
The document, which surfaced [...] this week, is addressed to “the soldiers of the occupation army” and aimed at British soldiers serving in Palestine.Bei einem Auktionshaus in England ist ein altes Flugblatt aufgetaucht. Es ist an die britischen Besatzer Palästinas gerichtet, Absender ist die Irgun, die ehemalige Terror-Organisation von Friedens-Nobelpreisträger Menachem Begin. Mit Bezug auf das Attentat auf das King David Hotel in Jerusalem warnte die militante Gruppierung: "Ihr habt gelernt was das Wort "Terrorist" bedeutet, einige haben vielleicht schon direkten Kontakt mit ihnen gemacht (und möchten diese Erfahrung sicher nicht wiederholen)."
In the document, Irgun tells British troops: “It is unavoidable that many Jewish soldiers and many British soldiers should fall. And it is only fair that these people know at least why they may be killed.”Die Flugblätter wurden vom britischen Militär gefunden, sollten aber verbrannt werden. Eines wurde aus anscheinend privater Neugier archiviert. Im Vergleich zu anderen Terroristen und Attentaten finde ich vor allem folgende Punkte interessant:
- Israel feierte den 60. Jahrestag des Attentats öffentlich
- Einer der Attentäter wurde tödlich verwundet. Deshalb ist sein Name mit auf der Gedenktafel.
- Normalerweise werden solche Beweise von Nachrichtendiensten "produziert", hier sind sie nur ans Licht gekommen weil einer ungehorsam war.
Quellen:
http://www2.irna.ir/en/news/view/menu-234/0807199547155734.htm
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article4360655.ece
http://en.wikipedia.org/wiki/King_David_Hotel_bombing
Freitag, Juli 18, 2008
Referendum gegen Biometrische Schweizer

- Nein zum Abgabezwang von biometrischen Daten für alle neuen Schweizer Pässe und Identitätskarten!
- Nein zur Speicherung Ihrer persönlichen biometrischen Daten in einer zentralen Datenbank des Bundes!
- Nein zum Zugriff ausländischer Regierungen und sogar privater Unternehmungen auf Ihre persönlichen biometrischen Daten!
- Nein zum Einbau eines lokalisierbaren und strahlenanfälligen RFID-Chips in alle neuen Schweizer Pässe und Identitätskarten!
- Nein zur Abkehr von der bewährten Bürgernähe der Gemeinden, weil nachher nicht mehr die Einwohnerkontrollen zuständig sein würden!
- Nein zum Ausbau des Überwachungsstaates und des gläsernen Bürgers!
http://www.freiheitskampagne.ch/
George W: Bush nach Den Haag einladen...
I would like to recommend that you seek an arrest warrant for the president of my nation, the United States of America. I have read your letter of February 9, 2006, in which you decline to seek prosecution of George W. Bush, and I believe new evidence compels another review.Weiss schon wer eine Übersetzung?
Quellen:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=9592
Elektroschocks für amerikanische Soldaten
Nachdem im Januar Ryan D. Maseth beim Duschen von einem Stromschlag getötet wurde, begann das Pentagon widerwillig, der Sache nachzugehen. Seine Familie machte wohl genug Wirbel. Sein Tod ist anscheinend auf schlechte Erdung (Isolierung ?) zurückzuführen.
But the Pentagon did little to address the issue until a Green Beret, Staff Sgt. Ryan D. Maseth, was electrocuted in January while showering. His death, caused by poor electrical grounding, drew the attention of lawmakers and Pentagon leaders after his family pushed for answers.
Jetzt kommt raus, dass das beileibe kein Einzelfall - und das Problem auch schon länger bekannt war. Allein zwischen August 06 und Januar 07 sind mindestens 283 elektrisch verursachte Feuer in amerikanischen Einrichtungen im Irak ausgebrochen, unter anderem im grössten Speisesaal der Armee. Zwei Soldaten verbrannten, einer verletzt sich beim Sturz von einem brennenden Wachturm - alles verursacht durch fehlerhafte Installation.During just one six-month period [...] at least 283 electrical fires destroyed or damaged American military facilities in Iraq [...]. Two soldiers died in an electrical fire at their base near Tikrit [...], while another was injured while jumping from a burning guard tower in May 2007.Die Verantwortung für die Wartung der amerikanischen Militärbasen im Irak hat die Firma Kellogg Brown & Root (KBR), einer früheren Tochterfirma von Halliburton. Kleiner Scherz am Rande, das folgende Statement von ihrer Webseite:
KBR has built a proud history and a leading market position in the government and infrastructure (G&I) sector by being a low-cost, high-efficiency and absolutely reliable service provider.Tönt gut - aber in Wirklichkeit hatten sie auch vorhser schon Probleme verursacht, unter anderm wegen überzogener Rechnungen, schlechtem Trinkwasser und weiterem. Insgesamt sei KBR laut eigenen Angaben für 4'000 Gebäude und 35'000 Wohncontainer verantwortlich.
[...] other high-profile disputes involving KBR [...] include accusations of overbilling, providing unsafe water to soldiers and failing to protect female employees who were sexually assaulted.Wie wir von anderen Fällen kennen, will es keiner gewesen sein und jeder schiebt den Schwarzen Peter weiter. Von oben hört man: das hat uns keiner gesagt, das haben wir noch nie gehört.
a KBR spokeswoman [...] said KBR had found no evidence of a link between its work and the electrocutions. She added, “KBR’s commitment to the safety of all employees and those the company serves remains unwavering.”Dagegen tönt es von unten bloss: Wir haben es Euch dauernd gesagt. Ihr wolltet es bloss nicht hören:
a top official of the Defense Contract Management Agency stated that “there is no direct or causal connection” between the problems identified in the survey and those at the Baghdad compound where Sergeant Maseth died.Government officials responsible for contract oversight, meanwhile, were also unable to keep up, so that unsafe electrical work was not challenged by government auditors.
Several electricians [...] repeatedly warned KBR managers and Pentagon and military officials about unsafe electrical work. They said that supervisors had ignored their concerns or, in some cases, lacked the training to understand the problems.Fazit: Wenn man solche Freunde hat, wozu braucht man da überhaupt noch Feinde?
after Sergeant Maseth died, a more senior Pentagon contracting official in Baghdad denied knowing about the fire, but she asserted that “it was thoroughly discussed” during internal meetings.
KBR has been at R.P.C. for over four years and was fully aware of the safety hazards, violations and concerns regarding the soldiers’ housing
Quellen:
http://www.nytimes.com/2008/07/18/world/middleeast/18contractors.html
http://www.kbr.com/corporate/index.aspx
Donnerstag, Juli 17, 2008
Drogenhändler
Ein weitere Untersuchung gegen einen Top-Beamten und zwei Polizisten, die im Juni wegen Drogenschmuggels verhaftet wurden, dauert an. Ja, die spanische Drogen- und Terror-Polizei ist tatsächlich gut organisiert und kriminell. (scnr)"The investigation will be focused on employees of the anti-drug
and organized crime department," the newspaper said, citing internal
affairs officers as saying that, "we are talking about corruption in
police ranks."
Quellen:
http://en.rian.ru/world/20080717/114236693.html
Die britische Botschaft in Zimbabwe?
Britain is building a 10-million-pound complex for its embassy in Harare despite the British government's calls for foreign companies operating in Zimbabwe to pull out of the country.
Quellen:
http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/2008-07/16/content_8556945.htm
Montag, Juli 14, 2008
Noch mehr Medien
Madrid befiehlt, die Justiz marschiert. Dieser Direktive folgte Spaniens Starrichter Baltasar Garzón am 15. Juli 1998, als er Egin, die drittstärkste Tageszeitung des Baskenlandes, schloß und den Chefredakteur Jabier Salutregi festnahm. Er vernichtete ein volksnahes Medium, das 1977 mehrere tausend Basken mit ihrem Geld gegründet hatten. Es verstand sich als »die Stimme derer ohne Stimme«.Spanien ist ja nicht gerade China oder der Iran. Politisch missliebige Journalisten werden nicht öffentlich verurteilt und hingerichtet, aber halt trotzdem irgendwie erschossen. Statt staatsfeindliche Aktivitäten, wird es Unterstützung terroristischer Organisationen genannt.
1985 ermordeten Killer im Staatsauftrag den Frankreich-Korrespondenten Xabier Galeano, 1989 den ehemaligen Chefredakteur und Abgeordneten Josu Muguruza. Aber es bedurfte eines willigen Richters, um Egin und seinen Sender »Egin Irratia« zum Schweigen zu bringen. Garzón verdächtigte den Verlag Orain der Geldwäsche für die ETA und schloß das Unternehmen. Mit diesem Winkelzug vermied er einen Verbotsprozeß von Egin vor dem Obersten Gericht, erreichte aber ihre faktische Schließung.Aus den USA sind die Rücktritte von zwei Zeitungsmachern gemeldet worden. Die LA Times und die Chicago Tribune gehören nur zufällig der selben Firma - Tribune Company. Weil die Werbe-Einnahmen drastisch zurückgingen, müssen massiv Stellen abgebaut werden.
Chicago Tribune editor Ann Marie Lipinski and Los Angeles Times publisher David Hiller resigned Monday as parent company Tribune Co. cuts staff and shrinks its papers nationwide to save money.Während Hiller den Job keine zwei Jahre gemacht hat, hielt Lipinski immerhin 7 Jahre durch.
Hiller took over as Times publisher after Johnson publicly criticized measures to cost-cutting measures including reducing the paper's foreign coverage. Hiller then forced out editor Dean Baquet, who also opposed the cutbacks. In January, Times editor James O'Shea stepped down, also in protest of cuts that Tribune had ordered. He was the third editor to leave the paper since 2005.Das ist ja schon fast wie im 4 x 100 Meter Staffellauf. Aber Lipinski formuliert wunderbar deutlich, wieso sie keine Lust mehr hatte:
A spokesman said Lipinski's departure is not related to the cutbacks. ''There is much to do, and your new owners should have their own editor, compatible with their style and goals,'' Lipinski wrote to the staff.Um den Post aber versöhnlich zu beenden, möchte ich auf diesen Artikel bei Radio Utopie hinweisen, der wiederum auf das alternative News-Portal Net News Global verweist.
Wer eine Internetzeitung, ein Portal, einen Blog oder eine Medienstation betreibt auf der es nicht den üblichen verdächtigen Lala und Fahrstuhlkram zu lesen, zu sehen oder zu hören gibt, der ist darauf angewiesen sein Informationsmedium irgendwie bekannt zu machen. Normalerweise robben sich dann die wahlweise wohlmeinenden, investigativen, verträumten oder einfach zugriffszahlgeilen Macher durch die üblichen verdächtigen Internetpopper-Charts und Bookmark-Basare, die von denselben übelriechenden Barbaren und Halunken betrieben werden vor denen man schon aus der analogen alten Welt geflüchtet ist.Danke.
Quellen:
http://www.jungewelt.de/2008/07-15/110.php
http://www.nytimes.com/aponline/business/AP-Tribune-Editor.htm
http://www.radio-utopie.de/2008/07/14/net-news-global-die-unabhaengige-nachrichtenagentur/
http://net-news-global.de/
Sonntag, Juli 13, 2008
Die (zensierte) Kampagne
Was sich am 7.7.2008 beim hannoverschen Radio Flora abspielte, dürfte in der Radiogeschichte Westdeutschlands nach 1945 Seltenheitswert besitzen, wenn nicht sogar einzigartig sein. Als die verantwortliche Redakteurin […] zehn Minuten vor Beginn der Sendung das Studio betrat, teilte ihr ein Techniker mit: Auf Anweisung der Sendeleitung habe er ihre Moderation zu überprüfen. Falls sie das geplante Feature „Die Kampagne – Beseitigung eines selbstverwalteten Rundfunkbetriebes in Hannover“ ankündige, müsse er die Übertragung „auf Anordnung des Chefs“ sofort abbrechen. […] Mechthild Dortmund sprach zunächst über die Verfolgung von Journalisten und die Unterdrückung der Pressefreiheit in verschiedenen Ländern, kam dann auf die Situation in Deutschland zu sprechen und kündigte schließlich das Feature an. In diesem Augenblick würde die Übertragung abgeschaltet und Rockmusik eingeblendet.
Ein spannendes Beispiel, wie und mit welchen Methoden unsere Meinungsmacher die Verwandlung von öffentlicher in veröffentlichte Meinung bewerkstelligen: Nach der Einführung von bezahltem Personal liessen die ersten Konflikte nicht lange auf sich warten. Der (hauptamtliche) Koordinator der Musikredaktionen versuchte die Redaktion International abzustrafen, einerseits für ihr Eintreten gegen die Nato-Intervention in Jugoslawien, andererseits für eine Glosse auf rassistische Tendenzen im Programm eines Kooperationspartners. Dank der energischen Reaktion der Vereinsmitglieder konnte dieses Vorhaben verhindert werden.
In der Debatte wurde zum ersten Mal deutlich, dass bestimmte Sendungen von manchen bezahlten Kräften als Gefahr für Jobs und Geschäftsbeziehungen angesehen wurden.Anlässlich der Bemühungen um die Verlängerung der Sendelizenz konnten die "Professionellen" ihre Machtbasis stärken.
Die Gruppe der bezahlten Arbeitskräfte bildete […] eigene Informations- und Kommunikationsstrukturen heraus. […] Immer mehr Ehrenamtliche zogen sich auf Grund der zunehmend unübersichtlichen Entscheidungsprozesse frustriert aus den Gremien zurück. Sowohl in der Programmkonferenz als auch im Plenum bestimmten die Hauptamtlichen, allein schon auf Grund ihres Informationsvorsprungs, die Richtung. […] Jetzt sollten alle […] Aktiven eine Mindestzeit auf den Plena absitzen, was durch penibel geführte Anwesenheitslisten kontrolliert wurde. Wer diese Zeit nicht aufbringen wollte oder konnte, verlor sein Stimmrecht. Die Folge: Schon nach kurzer Zeit hatte die Mehrheit der aktiven RadiomacherInnen […] kein Stimmrecht mehr in den Gremien. Ganz im Gegensatz zu den bezahlten Kräften, die sich ohnehin den ganzen Tag in den Büros aufhielten und keinerlei Schwierigkeiten hatten, an den zahlreichen Sitzungen teilzunehmen.Die ehrenamtlichen Mitarbeiter kümmerten sich zwar noch um ihre jeweiligen Sendungen, hatten aber zum Radio-Betrieb so gut wie nichts mehr zu sagen. In dieser Situation mischte sich dann die Niedersächsische Landesmedienanstalt ein: Sie stellte sich klar auf die Seite des "angepassten" Neustädter Lokalradios als dieses mehr Sendezeit forderte - was natürlich überhaupt nichts mit den guten Beziehungen der Macher zu den örtlichen Spitzen von Politik und Wirtschaft zu tun hatte.
"Durchhörbarer"
Der nächste Schlag kam 2006 durch eine "repräsentative" Meinungsumfrage zur Hörerschaft. Die Resultate wurden zur Diskussionsgrundlage, obwohl die Kritik an den Erhebungsmethoden nicht ausblieb: Die Umfragen wurden nur in ausgesuchten Gebieten, nicht im ganzen Empfangsgebiet gemacht. Obwohl zahlreiche Beiträge für Immigranten in deren Muttersprache gesendet wurden, wurden nur deutschsprachige Festnetz-Nutzer befragt wurden.
Besonders die MitarbeiterInnen aus den muttersprachlichen Redaktionen fühlten sich durch dieses Versäumnis nicht ernst genommen, ausgegrenzt und warfen den Autoren der Studie Einäugigkeit und Einseitigkeit vor. Manche sprachen gar von rassistischem Denken, das hier zum Ausdruck komme.Trotzdem setzte sich die "Teppich-Etage" durch. Ein neuer Sendeleiter - mit Erfahrung aus der Regenbogenpresse und kommerziellem Radio - wurde eingestellt und begann umgehend, missliebige Mitarbeiter zu massregeln. Die Verwunderung der interessierten Mitarbeiter wurde verstärkt durch die Bemühungen der Behörden, diese Tendenzen zu fördern.
Verwundert fragten sich Beobachter, wieso sich ausgerechnet die fest in der Werbewirtschaft verwurzelte Kuhnt-Crew für das nichtkommerzielle Bürgerradio interessierte. Das Erstaunen wurde aber noch größer, als sich […] abzeichnete, dass die Behörde die Werbeleute unbedingt mit im Boot haben wollte und auf eine Einigung zwischen Bürgerradios und „Radio Team Niedersachsen“ drängte. Vom Vorstand des Flora-Trägervereins war zu erfahren, dass man Wert darauf lege, in die Verhandlungen auch die Sendeleitung mit einzubeziehen. Der Mann vom Kommerzfunk schien gut geeignet, eine „Brücken- und Vermittlerfunktion“ zu den Werbeleuten zu übernehmen.Politik und Wirtschaft üben den Schulterschluss; wichtiger als Meinungsvielfalt und Pressefreiheit ist das Unterdrücken von kritischen Stimmen.
Damit liegt sowohl die inhaltliche als auch die finanzielle Kontrolle fest in der Hand des Kommerzfunks und der Werbewirtschaft. Mehr als 500 Vereinsmitglieder und über 200 ehrenamtlich arbeitende RadiomacherInnen werden keinerlei Einfluss mehr auf den Sender haben. […] Die Mitgliedsbeiträge des Flora-Vereins von jährlich etwa 28.000 Euro und auch die in mehr als zehn Jahren angeschaffte Technik [sind] nicht zu verachten. Allerdings verfügen die Werbeleute über beste Kontakte zur Wirtschaft und damit zu Geldgebern.Das vorläufige Ende der Geschichte - wie eingangs erwähnt: Der professionelle Sendeleiter untersagt die Ausstrahlung des Beitrags. Die Story ist meines Erachtens symptomatisch und auch in anderen Medien zu beobachten: Idealistische Selber-Denker werden gemobbt und demotiviert, genossenschaftliche Bewegungen durch "finanzielle Zwänge" zerschlagen, Angestellte mit Angst um den Job gefügig gemacht und "angepasste" Meinungen - also Meinungen, die denen von Politikern und Wirtschaft entsprechen - gefördert.
Die neuen Führungskräfte kümmern sich […] um Stellen, Immobilien und Finanzen. Für Fragen der Presse- und Meinungsfreiheit bleibt da naturgemäß wenig Zeit. Die Kampagne ist fast beendet. […] Zweierlei fehlt zum endgültigen Sieg: ein möglichst reibungs- und geräuschloser Übergang sowie die Sicherung der Ressourcen des einst selbstverwalteten Radios.
Quellen:
http://www.ak-regionalgeschichte.de/html/die_kampagne.html (Beitrag lesen)
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=23179 (Beitrag hören)
Der Hai als Symbol
Etwas zu kurz gedacht hat wohl die Moderatorin dieser Sendung. Klar sind Haie beeindruckend, gefährlich, schön und bieten sich als Objekt der Verehrung an. Aber die Aussage, dass der Hai deshalb von Naturvölkern verehrt wird, weil er schon seit Jahrmillionen praktisch unverändert durch die Meere streift ist hanebüchen.Schliesslich unterscheiden sich Naturvölker von unserer Kultur unter anderem dadurch, dass sie Fossilien nicht per C14-Methode datieren können und vermutlich auch nicht wollen.
Dass sich der Hai evolutionär nicht weiter entwickeln musste, weil er sich gegen die evolutionierenden Beutetiere und Feinde problemlos behaupten konnte ist so für Naturvölker nicht ersichtlich.
In diesem Zusammenhang ganz interessant: Diese Ausgabe von Alpha-Centauri über die Umpolung des Erdmagnetfelds spekuliert, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem Zusammenfallen des Erdmagnetfelds und dem gehäuften Auftreten von Mutationen - also einem Evolutions-Schub. Nur weil es passt, sehenswert sind imo alle Sendungen.
Student nimmt Jesus als Geisel
Webster Cook ist Student an der University of Central Florida. Im Rahmen einer katholischen Messe hat er die geweihte Hostie entgegengenommen, wollte sie aber nicht schlucken, sondern einem Kollegen zeigen. Mindestens zwei Personen versuchten ihn daran zu hindern, daraufhin hat er das Häppchen nach Hause genommen und in einem MiniGrip verwahrt. Die Kirche verlangte, dass er die Hostie umgehend zuückgibt - und dank einigen Tausend Emails an den Leiter der Uni scheint er zur Besinnung gekommen zu sein.
So weit so gut. Lustig wird es, wenn wir die Aussagen der "Betroffenen" lesen. Zum Glück sind Christen nicht so rückständig wie andere Fundmantalisten (scnr):
"It is hurtful," said Father Migeul Gonzalez with the Diocese. "Imagine if they kidnapped somebody and you make a plea for that individual to please return that loved one to the family."
Kidnapping? Von einem kleinen runden Stück Esspapier? Nein, natürlich nicht! Aber wenn der katholische Zeremonienmeister seinen Zauber spricht, wird das bisschen Mehl und Wasser zu Fleisch und Blut Christi. Und dann gibt es nur wenige Alternativen: Essen, aufbewahren oder fachgerecht entsorgen."We don't know 100% what Mr. Cooks motivation was," said Susan Fani a spokesperson with the local Catholic diocese. "However, if anything were to qualify as a hate crime, to us this seems like this might be it.""Hate crime" ist auch gut, da fallen zum Beispiel die Morde des Ku-Klux-Klans darunter, nicht aber geschmacklose Mohammed-Karikaturen. Nun ja, Priester und Kirchensprecherin haben da sicher ihre eigene Meinung dazu, aber was denkt das Publikum?
Regardless of Mr. Cook's subjective belief about the Eucharist, it is the Body of Christ and the Real Presence regardless of Mr. Cook's beliefs or opinions. It is a matter of objective reality, not a matter of opinions "for Catholics."
- LCB
Many Saints over the ages have died protecting the Eucharist from desecration. Rest assured, Mr. Cook, had you been at my church when you committed your outrage, getting grabbed on the arm would have been the least of your worries. I would happily have gone to jail for assaulting and battering you if that's what it took to protect the sacred species.
- Tony
I know a holy priest that if he drops the Eucharist, gets down on his 70-year old knees and licks the floor where it drop to make sure none of Christ is not left on the floor.
- A Voice in the Crowd
Das ist wirklich der Leib Christi, wenn ihn einer klauen will, darf man gern mal zuschlagen und wenn er zu Boden fällt wird sauber geleckt. Vielleicht ist es vom Sohn eines Arztes einfach ein bisschen zu viel verlangt, das alles wörtlich zu nehmen.
Ich gebe zu: Ja, ich bin römisch-katholisch erzogen worden. Ja, ich verzeihe es ihnen heute noch nicht, was sie mir alles für Schwachsinn erzählt haben. Ja, ich hätte schon längst austreten sollen. Aber eigentlich wäre es mir lieber, sie würden mich hochkant rauswerfen. Exkommunikation, ein Abgang mit Stil!
Krieg ich noch einen von den Jesus-Chips?
Quellen:
http://blog.fefe.de/?ts=b6863697
http://scienceblogs.com/pharyngula/2008/07/its_a_goddamned_cracker.php
Student Holds Eucharist Hostage
http://de.wikipedia.org/wiki/Hate_crime
Freitag, Juli 11, 2008
NZZ "erklärt" Hamas
Erstmals seit Beginn der Waffenruhe für den Gazastreifen hat die radikal-islamische Hamas offenbar Palästinenser im Zusammenhang mit Raketenangriffen auf Israel festgenommen. Israel reagiert jeweils mit der sofortigen Schliessung der Grenzübergänge, wenn aus dem Gazastreifen Raketen auf sein Gebiet abgeschossen werden.
Wie nett. Die Hamas ist radikal-islamisch [sic!], ohne geht es ja nicht. Die Hamas hat erstmals reagiert, während Israel jeweils sofort reagiert. Und das Problem sind ausschliesslich die Raketen-Angriffe aus Gaza. Und "offenbar" meint ja wohl nichts anderes, als dass man den Aussagen der Araber nicht so viel Vertrauen entgegenbringen muss, wie beispielsweise den Amerikanern. Die üblichen Verdächtigen haben wieder zugeschlagen...Die militanten Al-Aksa-Brigaden erklärten [...], die Hamas habe zunächst drei ihrer Mitglieder nach einem solchen Angriff [...] festgesetzt. Vier weitere Anhänger seien [...] festgenommen worden, als sie Raketen auf israelisches Gebiet schiessen wollten.Das wiederum sollte bei jedem informierten Beobachter der Lage die Alarmglocken schrillen lassen. Von unserem "Leitmedium" völlig unbemerkt, aber meiner Ansicht nach relativ entscheidend: Die Al-Aksa-Brigaden sind ein Flügel der Fatah von Mahmoud Abbas. Genau dieser Abbas, und seine Fatah, werden von den USA und Israel bevorzugt behandelt, die Hamas wird abgestraft.
Den Waffenstillstand mit Israel vereinbarte die Gruppe im Juni [...]. Dazu gehörte die Zusage Israels, im Gegenzug für den Verzicht der Hamas auf Raketenangriffe wieder Hilfslieferungen [...] zulassen. Dennoch kam es wiederholt zu Raketenangriffen, die Israel mehrfach mit der zeitweisen Schliessung der Grenzübergänge beantwortete.Also: Die Hamas verzichtet auf Anschläge, Israel öffnet die Grenzen, die Fatah schiesst Raketen ab, Israel schliesst die Grenzübergänge wieder. Die Fragen, die sich mir stellen, werden von der NZZ leider nicht aufgegriffen: Wieso verhandeln die USA mit Abbas, wenn seine Terroristen Raketen auf Israel abfeuern? Wieso wird seine Privat-Armee aufgerüstet und ausgebildet - aber im Gaza fehlt es an allem? Und wieso in aller Welt werden diese Fragen einfach umgangen?
Wer diese Farce deckt, oder mitspielt, trägt Mitschuld am Leiden der Menschen im Gaza-Streifen. Unter-Ernährung, Trainkwasser-Mangel schlechte bis nicht vorhandene medizinische Versorgung sind die Folgen der Blockade. Ach, und natürlich sind die Raketen-Angriffe auf Israel nicht das einzige Beispiel für Gewalt zwischen den Parteien - aber zweifellos das prominenteste. Die Angriffe gehen weiter, die Siedlungen werden ausgebaut. Und auch die Frage, welches die religösen Fanatiker sind, ist nicht so leicht zu beantworten, wie es scheint.
Quellen:
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/hamas_nimmt_raketenschuetzen_fest_1.781620.html
http://www.nysun.com/foreign/fatah-militant-us-training-was-key-to-intifadas/60989/
http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2006/12/14/MNGIPMV3N61.DTL
http://www.ism-germany.net/2008/07/07/475-tote-mehr-als-4000-verwundete-im-ersten-halbjahr-2008/
http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/news/children-and-civilian-bystanders-gaza-death-toll-20080303
http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/feature-stories/unlawful-homes-israeli-settlers-demolitions-palestinians-20080331
http://weekly.ahram.org.eg/2008/892/re72.htm
Mittwoch, Juli 09, 2008
Klartext aus Russland
Um den Standpunkt zu verstehen muss man in Betracht ziehen, dass ein nuklearer Erstschlag in der Vergangenheit sinnlos erschien, weil sich die Nuklearmächte gegenseitig zerstören würden. Durch die Abwehr-Raketen - so fürchten die Russen - könnten die USA der Versuchung eines "Erstschlags ohne Konsequenz" erliegen.
Das macht dann verständlich, wieso Col. Gen. Leonid Ivashov, Leiter der geopolitischen Akademie in Moskau klare Konsequenzen fordert: Beenden der Zusammenarbeit mit der NATO, Import- und Export-Beschränkungen gegenüber den beteiligten Ländern, aber auch nukleare Angriffe auf die Stellungen im Konfliktfall.
Russia must also warn the European countries that... in case of a potential military confrontation... capitals, large cities, and industrial and communications centers of the countries hosting elements of the U.S. missile shield will inevitably become primary targets of nuclear strikes.Ebenso verständlich wird der Wunsch mit vertrauenswürdigen Partnern eine Allianz gegen die NATO zu schmieden - also zum Beispiel China und Indien.
Auch Ex-Präsident Mikhail Gorbachev - nicht gerade bekannt für Anti-Westliche Einstellungen - ist besorgt: Haben die USA wirklich vor, eine Krig gegen den Rest der Welt zu beginnen? Sie werden scheitern.
Does America intend to fight the rest of the world, does America need to build a new empire? They will not succeed.Und er hofft darauf, dass der Iran nicht noch angegriffen wird, solange Bush an der Macht ist.
Lt. Gen. Evgeny Buzhinsky nimmt Stellung zu den amerikanischen Vorschlägen, die die russischen Bedenken beseitigen sollen: Die Verträge könnten jederzeit einseitig (von den USA) gekündigt werden, verschiedene Bedingungen sind inakzeptabel. Und während US-Experten russische Basen besuchen möchten, sollen die Russen ihr Inspektionsrecht mit Polen, bzw. Tschechien aushandeln.
They have been worded to enable the Americans to unilaterally abandon them anytime. Besides, these proposals have been decorated by a number of conditions that are admittedly unacceptable for us.Auch in diesem Zusammenhang ist mir absolut unverständlich, was sich unsere Politiker und Journalisten dabei denken - oder ob sie überhaupt noch denken.
Quellen:
http://en.rian.ru/russia/20080709/113618929.html
http://mnweekly.ru/world/20071129/55293408.html
http://kommersant.com/p-12788/r_527/Missile_defense_/
Dienstag, Juli 08, 2008
Die gekaufte Meinung
Glücklicherweise müssen die Moderatoren den Einleitungstext noch selber vorlesen. Erst so wird nämlich ein Beitrag vollständig sendefähig. Und deshalb kann sich die Frau Schmidt auch beruhigt vor das Parlament stellen und behaupten, dass sie keine vollständig sendefähigen Beiträge in Auftrag gegeben habe. Sonst hätte sie ja auch das Parlament und nicht nur das Volk belogen.Wer noch der Ansicht war, dass ein Radio seinen Zuhörern Informationen verkauft, sollte langsam umdenken. Wie im (privaten) Fernsehen und in den Print-Medien auch, sind es schon lange die Zuschauer, die an zahlende (Werbe-)Kunden verkauft werden. Es überrascht mich daher wenig, dass das Thema so wenig Resonanz in anderen Medien findet: Vielleicht gibt es ja von dieser Quelle auch mal was zu verdienen - oder eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Immerhin danke an Report Mainz, dass sie sich vom Rest unterscheiden.
Quellen:
http://redblog.twoday.net/stories/5044657/
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=3563874/19x4qof/index.html
Das Video:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=3563874/pv=video/gp1=3728036/nid=233454/1odgwb3/index.html
Noch mehr Terroristen
Hier ein paar Anzeichen, daß Ihr Kleinkind ein Rassistenschwein ist:Tja, also mir fällt dazu auch nicht mehr ein.
- Es bezeichnet ihm unbekannte Menschen als "Fremde"
- Es sagt "mein Führer" statt "Vater"
- Es verscharrt tote Kleinkinder mit Migrationshintergrund im Garten
- ...
| Eher ungefährlich | Sehr verdächtig! |
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Dass es aber wohl eher ernst gemeint ist, zeigt der andere Artikel aus dem Telegraph:
Thousands of children with untreated speech problems are at risk of ending up unemployed, experiencing mental health problems and involved in crime, a government review has concluded.Alles präventiv einsperren, das Pack: Analphabeten, Legastheniker, Stotterer, Lispler, Kindergärtner mit Zahnlücke, Vegetarier, "bitte-nicht-zu-scharf"-Esser, "Lammfleisch-mit-Pfefferminzsauce-Verweigerer".
Wenn Orwell das noch erleben könnte - er würde sich im Grab umdrehen vor Freude. Oder so.
Quellen:
http://www.titanic-magazin.de/rss.2285
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,564480,00.html
http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/education/2261307/Toddlers-who-dislike-spicy-food-racist%2C-say-report.html
http://www.telegraph.co.uk/news/2267596/John-Bercow-Children%27s-speech-problems-could-lead-to-criminality.html
Pentagon aims for less deadly cluster bombs
Zuerst gefunden wieder mal bei Xinhua. Es ist ja schon ein Armutszeugnis, dass die amtliche chinesische Nachrichten-Agentur ihre Propaganda inzwischen direkt von der US-Regierung zur Verfügung gestellt bekommt.111 Länder, darunter auch zahlreiche NATO-Mitglieder haben vor rund einem Monat, die Verwendung von Cluster-Bomben geächtet. Die USA - wie China, Indien, Israel, Pakistan, Russland auch möchten auf den militärischen Wert nicht verzichten.
Aber die USA bringen es wieder mal fertig, eine sinnvolle Idee aus eigenen Interessen derart zu pervertieren, dass vom "guten" und "sinnvollen" nichts mehr übrig bleibt. Statt den Einsatz zu beschränken und die Lager abzubauen wird beschlossen, dass die Waffen binnen 10 Jahre durch "bessere" ersetzt werden.
Da haben fast alle etwas davon: Die Waffen-Industrie kriegt neue Aufträge für zuverlässigere, sprich teurere Cluster-Bomben. Jaja, die Entwicklungskosten sind hoch, aber es geht schliesslich um Menschenleben.
Das Militär hat nun 10 Jahre Zeit, um die alten Vorräte an Munition zu entsorgen. Da wird sich sicher ein Plätzchen finden - und auch wenn der Einsatz von Clustern aus militärischer Sicht nicht unbedingt nötig wäre, das Zeug muss schliesslich weg.
Die US-Regierung wiederum kann beteuern wie sehr ihnen die Zivilisten am Herz liegen, und den Kumpels in der Rüstungsindustrie einen Gefallen tun.
Und so ab etwa 2020 hat vielleicht auch ein ganz gewöhnlicher Zivilist in einem zufälligen Konfliktgebiet etwas davon. Dann nämlich, wenn die USA die neuen Cluster-Bomben verschiessen und deshalb nur noch einer von hundert Kanistern liegen bleibt. Natürlich nur, wenn er nicht zum "Kollateral-Schaden" des eigentlichen Angriffs wird.
Update: Die Washington Post schreibt unter dem wundervollen Titel "Pentagon aims for less deadly cluster bombs", dass die "unzuverlässige" Munition an Dritt-Staaten weiter verkauft werden soll, aber nur unter der Bedingung, dass sie bis 2018 eingesetzt wird. (Also im Original heisst es: Nach 2018 nicht mehr verwendet wird - ist das jetzt dasselbe oder nicht?)
Die Post liefert auch noch einige Zahlen: In Afghanistan wurden 2001/02 rund 1200 Cluster-Bomben mit beinahe 250'000 Kanistern abgeworfen. In den ersten 3 Wochen des Irak-Kriegs sollen amerikanische und britische Truppen ungefähr 13'000 Bomben mit mehr als 1'800'000 Kanistern abgeworfen haben.
Eine kleine Rechnung: Wenn also über 1% der Kanister nicht detoniert, dann lagen alleine aus den ersten 3 Wochen Bombardement mindestens 18'000 Blindgänger herum. Das könnte unter Umständen auch eine Erklärung sein für die eine oder andere Meldung über improvised explosive devices.
Update 2: Laut der Tagesschau ommt es "bei bisherigen Streubomben [...] üblicherweise bei 10 bis 40 Prozent der als «Bomblets» bezeichneten Sprengsätze nicht zur Explosion." Ich korrigiere also meine erste Einschätzung auf ca. 180.000 - 720'000 Blindgänger. Auch hier erinnert übrigens der Titel - "USA zeigen sich nachgiebig" - eher an detebe denn an Nachrichten.
Quellen:
http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/2008-07/08/content_8510829.htm
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/07/07/AR2008070701990_2.html
http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2008/07/08/international/usa_zeigen_sich_nachgiebig
Samstag, Juli 05, 2008
Ausgebusht
Kriegsverbrecher! Fuck you! Faschist! Sagt Bush: Jaja, die Redefreiheit.
Laut Xinhua wurden während der 10minütigen Rede mindestens 9 Leute entfernt. Nicht schlecht, die Quote. Dass es am Heimatort von Thomas Jefferson passiert ist eine nette kleine Realsatire, wie sie für absurde System typisch ist.
Quellen:
http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/243632
http://news.xinhuanet.com/english/2008-07/05/content_8492738.htm
Woertbesetzungen
Krearchie
"Krearchie". bzw. "crearchy" tönt beispielsweise ganz nett, aber abgesehen von der bestenfalls provokativen Ähnlichkeit zum Kreationismus missfällt mir auch die Mischung von lateinischen und griechischen Fremdwörtern. Aber dafür gefällt mir das Experimentelle. Ganz im Gegensatz zu den Kreationisten bin ich aber der Auffassung, dass wir gefordert sind, das politische System mit- und umzugestalten.
Poietarchie
"Poietarchie"(poietarchy) ist in etwa die griechische Variante davon. Stärker als beim "crea" kommt hier allerdings mein Verständnis der Gesellschaft als autopoietisches kommunkatives System zum Vorschein. Wir definieren die Gesellschaft und werden gleichzeitig von ihr geprägt.
Metarchie
Mit dem Begriff "Metarchie" (metarchy) assoziiere ich vor allem das Nebeneinanderstellen der verschiedenen Herrschaftssysteme. Ob Sozialismus, Kapitalismus, Kommunismus - jedes System hat auch in der Theorie, insbesondere aber in der praktischen Umsetzung seine Stärken und Schwächen. Im Vergleich der Systeme untereinander die besten Lösungen für ein gegebenes Problem zu finden. Konkrete angepasste Lösungen für konkrete lokale Probleme.
Weitere Vorschläge sind jederzeit willkommen.
Donnerstag, Juli 03, 2008
Hubschrauber bitte melde Dich!
Endlich mal wieder was zum Lachen - wenigstens mit Humor und etwas gutem Willen. Sicher hat jeder schon mal etwas verloren. Und auch ein Fahrrad wurde mir schon mal gestohlen. Aber gleich 3 Hubschrauber, darunter ein Chinook? Wie kann man einen 30 Meter langen, 10 Tonnen schweren Hubschrauber aus den Augen verlieren?Man sollte wohl anmerken, dass die Maschinen in Transportkisten verpackt auf dem Landweg nach Afghanistan gebracht werden sollten. Fliegen ist wahrscheinlich zu gefährlich. Es werden ja auch regelmässig wieder welche abgeschossen.
Trotzdem: Beim Gedanken an den armen "Verantwortlichen" (Hey Chef, wir vermissen da ein paar Container...) und den glücklichen Finder (Hey Chef, den Amis sind ein paar Kisten "vom Laster gefallen"...) kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Wenn die NATO schon nach mehr Hubschraubern verlangt - sollten sie nicht eventuell etwas besser auf die aufpassen, die sie schon haben? Und wie bringt man eigentlich so ein Teil wieder los?
Gefunden in junge welt und Die Welt
Dienstag, Juni 24, 2008
Propaganda: NZZ
Ich habe mir vorgenommen, die übelsten Propaganda-Auswüchse zu kommentieren. Material ist ja wirklich genug vorhanden. Ein erster Versuch, vielleicht wird ja eine Serie draus.Was für ein grausliger Propaganda-Artikel, den NZZ Online heute veröffentlicht hat.
Die afghanischen Taliban haben im vergangenen Jahr etwa 100 Millionen Dollar mit Opiumhandel verdient. Damit finanzieren sie Waffen und Munition. Vermutlich horten sie enorme Mengen an Rohopium, um sich diese Geldquelle zu erhalten.
Es ist schon mal bedauerlich, dass der Autor schlichtweg ignoriert, dass die Taliban den Mohn-Anbau und Opium-Handel auf schärfste bekämpft haben, und dadurch die Produktion beinahe vollständig still legen konnten. Und die Ernten nahmen im Zeitraum wieder zu, als die NATO-Truppen das Land wieder "kontrollierten".
Aber was soll man sich mit Einzelheiten aufhalten. "Vermutlich" ist sicher genug, um Rechte einzustampfen, Zivilisten zu bombardieren und Kriege zu rechtfertigen. Da ist es sicher zuviel verlangt von einem Journalisten etwas Hintergrundwissen zu erwarten.
Im vergangenen Jahr betrug dort der geschätzte Erlös der Produzenten für Rohopium ab Bauernhof total rund eine Milliarde Dollar, wie der Direktor des UNODC, Antonio Maria Costa, in einer Radiosendung der BBC erklärte.
Dass er den Ober-Drogen-Clown der UNO zitiert, ohne auch nur ein Wort zu hinterfragen zeugt auch nicht wirklich von Qualitäts-Journalismus. Wobei schon bezeichnend ist, mit welcher Regelmässigkeit solche Jobs an extreme Hardliner vergeben werden.
Diverse Berichte, dass die NATO-Truppen die Mohnfelder, die sie vorfinden eben nicht zerstören, sondern im Gegenteil beschützen sollen, gingen ebenso am Autor vorbei.
Aber absolut unerträglich ist der Schluss:
Allerdings sind sie durchaus zu «Produktinnovationen» fähig. Das UNODC zeigt sich sehr besorgt darüber, dass der Anbau von Marihuana in jüngster Zeit stark zugenommen hat.
Wer sowas schreibt, zeigt doch deutlich, dass er keine Ahnung hat. Eigentlich von nichts, was für diesen Artikel relevant gewesen wäre. Weder von der Gefährlichkeit von Drogen, noch von den Möglichkeiten von Hanf. Weder von der Geschichte Afghanistans, noch vom Zusammenspiel zwischen Drogenhandel und Geheimdiensten.
Der Chef der britischen Drogenbekämpfungsbehörde in Kabul, David Belgrove, bestätigt in der BBC-Sendung die Nähe der Taliban zum internationalen Drogenhandel.
Das kann eigentlich nur ein Scherz sein. Ausgerechnet einen Briten mit der Aufsicht über afghanisches Opium zu beauftragen. Da werden sich China und Indien aber gerfreut haben.
Während Jahren haben die afghanischen Bauern unter ihrem Regime mehr Mohn angebaut, als der Weltmarkt nachgefragt hat. Zur Finanzierung des bewaffneten Kampfes sind daher die Einnahmequellen vermutlich auf Jahre gesichert.
Da geht es hin: Weil also die Taliban noch ausreichend Mittel - und nicht etwa Überzeugung - haben, darf es keinen verwundern, wenn da die NATO noch ein paar Jahre rumstolpert.
Böse Drogen, böse Terroristen - Gute UNO, gute NATO. Mit so simplen Weltbildern operieren "Journalisten" in unseren Intellenz-Blättern. Traurig daran ist, dass diese Ansichten von "intelligenten" Menschen unwidersprochen übernommen werden.
Dienstag, Juni 10, 2008
Meine Lieblings-Ente
das hier ist meine Lieblings-Ente auf dem Vierwaldstättersee. Sie kommt jedes Mal vorbei, um Hallo zu sagen. Vielleicht ist es aber auch jedes Mal eine andere. :)
Sonntag, Juni 08, 2008
Donnerstag, Juni 05, 2008
Freitag, April 18, 2008
Fake-News
Wenn sich Komiker als Firmensprecher tarnen.
Update 11. Juli 2008:
Selbstverständlich ist es unpassend - danke für den Hinweis - The Yes Men nur als "Komiker" zu bezeichnen. Die Gruppe um Jacques Servin und Igor Vamos hat sich vorgenommen, durch Übertreibungen die wahren Beweggründe unternehmerischen Handelns offensichtlich zu machen.
Das obige Video zum 20. Jahrestag der Katastrophe von Bhopal ist das bisherige Glanzstück. Die englische BBC sendete das Statement zwei mal, bevor der Chemie-Riese Dow Chemicals eingreifen konnte.
Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Yes_Men
http://www.theyesmen.org/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18956/1.html
http://www.dowethics.com/r/about/corp/bbc.htm
http://www.spindoktor.de/2004/12/media-hack-die-yes-men-fhren-die-bbc.html
Dienstag, April 15, 2008
Montag, April 14, 2008
Freitag, April 11, 2008
Mittwoch, April 09, 2008
Cheney-Affäre
Angefangen hat's mit diesem Post auf Fefes Blog:
Guckt euch mal die Reflektion in der Sonnenbrille von Cheney genau an. Ich habe irgendwie den Eindruck, die Bildunterschrift "Vice President Dick Cheney spends an afternoon fly-fishing on the Snake River in Idaho" ist nur die halbe Geschichte.Und tatsächlich, was bei einem ersten Blick bloss nach dem üblichen fiesen Grinsen von Dick aussieht - in der Sonnenbrille spiegelt sich ein erotisch anmutendes etwas. Ist Cheney etwa auch nur ein Mann?
Klar, dass ich das genauer wissen wollte! Bei digg gibt es einen Thread dazu, der dann auch zu einem besseren Bild verweist. Damit war es dann nicht mehr allzu schwer, den betreffenden Ausschnitt zu vergrössern. Und es stellt sich heraus: Cheney hat "nur" seine Rute in der Hand. Nicht die für Sex - die fürs Fischen!
Dienstag, April 01, 2008
Freitag, März 28, 2008
Demonstrationsrecht, Medienfreiheit usw.
Oops. Das sind gar keine chinesischen Polizisten, die hier auf Tibet-Aktivisten einprügeln...
Donnerstag, März 27, 2008
Gute Frage - keine Antwort
Wieso wird in Holland weniger Cannabis konsumiert als in seinen Nachbarländern? Der oberste Drogenwächter weicht aus...
Donnerstag, März 20, 2008
Dada
Euskal Herria. Serbien. UCK
Palästina, Israel, Hamas
Russland, USA, Taliban
Mudjaheddin, Afghanistan
China, Tibet, Dalai Lamas
Mittwoch, März 19, 2008
Freitag, März 07, 2008
Re: Ilkka
Andere sind einfach nur ignorant. Sie sehen nur, was sie glauben wollen, und "Argumente" und "Fakten" helfen nicht weiter, Gefangen in simplen schwarz/weiss Kategorien: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Auch hier kann ich wenig neues lernen: Das meiste hat entweder die NZZ oder die junge Welt schon geschrieben - wesentlich eleganter formuliert übrigens - und wer nur eine Seite sieht bleibt dabei...
Es gibt noch eine dritte Gruppe, und die macht mir Angst: Menschen die wider besseres Wissen falsche "Fakten" verbreiten, um irgendwelche Interessen zu vertreten. Aber da drüber nachzudenken macht krank...
'nuff emotion - back to work
Da Du aber immerhin aufgehört hast, mich zu beschimpfen, mache ich mir die Mühe nochmals, deine "Argumente" zu kommentieren.
Du schriebst: "Du wolltest Zahlen, hier sind sie."
Was versuchtst Du mir jetzt wieder anzuhängen? Ich wollte Fakten, nicht Zahlen. Zahlen kann ich selber erfinden.
"es ist […] eine historische Tatsache, dass unter Fidel Castro, […] mindestens zehn Mal mehr Menschen eingesperrt, gefoltert und ermordet wurden als unter Pinochet."
Das tönt so ziemlich nach "hard facts", also hab ich gesagt: "Die konservativen Annahmen der Rettig-Kommission gehen von über 3'000 politischen Morden aus, die Valech-Kommission von 27'000 politischen Gefangenen der Pinochet-Diktatur."
Wie auch schon gesagt, bin ich lernwillig und -fähig. Deshalb habe ich Dich um die Angabe genauerer Quellen gefragt. Ich habe es nicht nötig jemandes andere Gewaltverbrechen zu verteidigen: Wenn Du glaubhafte Quellen für das Foltern von über 250'000 Kubanern hast - bring Sie.
"unter "Google"und "Augusto Pinochet" nachgeschaut"
Was soll ich nur dazu sagen? Ist Dir das nicht irgendwie peinlich, auch noch zuzugeben, dass Du vorher keine Ahnung hattest?
"Valech-Kommission gab es unter Pinochets Diktatur 27'255 registrierte Opfer, "
Merkwürdig, die zahl hatte ich doch kürzlich verwendet. Hättest Du meine Posts gelesen, hättest Du nicht mal "recherchieren" müssen.
"wobei die rund 3'000 registrierten Ermordeten mitgezählt werden."
Nein, Valech hat die Opfer der Rettig-Kommission nicht nochmals gezählt. Wenn Du weisst, wie diese Zahl zustandekommt, wird Dir auch klar wieso.
"Ich bin selber überrascht, dass es noch weniger sind als die etwa 5'000 Ermordeten, von denen die Rede war, "
Die Kommission hat 6 Monate lang mit Menschen gesprochen, die Opfer der Gewalt Pinochets waren und jeden Fall einzeln geprüft. 33.321 überprüfte Menschen, am Leben und bereit ihre Geschichte zu erzählen. Davon sind 27,255 offiziell als Folter-Opfer anerkannt worden.
Tu es Dir mal an, 200 Seiten lang Nummern, Namen, Sozialversicherungsnummer.
http://www.comisionprisionpoliticaytortura.cl/filesapp/14_nomina.pdf
Weil ich gern "hard facts" mag, habe ich genau diese Zahl verwendet, um Deine Behauptung des 10-mal-mehr in Frage zu stellen.
Und die mindestens 24'000, die weniger als 4 Tage in Haft waren wurden nicht mal gezählt...
"als Pinochets Macht im Jahr 1990 beschnitten wurde (ob im "
Schön formuliert. Ich bin mir aber sicher Du möchtest nicht ausführlicher über diesen Punkt diskutieren, oder?
"Schweizer Fernsehen oder im "Tages-Anzeiger" die beide den Ruf haben, linkslastig zu sein,"
Über Deine mangelnde Kompetenz zur Differenzierung linker Ideologie habe ich mich schon ausgelassen. Aber wenn links von Blick und NZZ der Stalinismus beginnt...
"weiss ich nicht mehr so genau). "
Ist ja auch nicht so wichtig, Du kannst ja bei "Google" und "Schweizer Fensehen" nachschauen, wenn Du es mal wieder wissen möchtest.
"Also, es sind etwa 3'000."
Es wird wahrscheinlich genau so an Dir abprallen, dass verschwundene, nicht gemeldete oder nicht "bewiesene" Fälle nicht gezählt wurden.
"Glaubst du nicht auch,"
Das ist kein Glaubens-Krieg. Aber ich persönlich denke, dass es noch etwas 2000 mehr sein dürften. Etwas über 1'000 davon werden von ihren Angehörigen noch vermisst.
"dass es leicht wäre, über einen Internet-Aufruf"
Ein interessanter Ansatz. Aber um "historische Tatsachen" zu belegen müssten doch auch weniger "kreative" Quellen vorhanden sein.
"mindestens 30'000 Kubanerinnen und Kubaner zu finden,"
Da musst Du nur nach Miami, die unterschreiben Dir alles.
"die einen ermordeten Angehörigen, Verwandten oder Freund unter F.Castro beklagen?"
Deine "Aufgabe" ist zu belegen, dass mindestens 30'000 real existierende Kubaner von Fidel Castros Truppen ermordet wurden.
Wenn wir spekulative Zahlen zulassen würden...
"Schliesslich regieren die Kommunisten "
Und jetzt wird's nur noch blöd.
"dort schon seit 49 Jahren - eine sehr lange Zeit. "
Bravo.
"Wer hat also Recht?"
Du. Ich gebe mich geschlagen. Bitte hör auf.
"Ich hätte mich vor einem Tag etwas deutlicher ausdrücken "
Das war es, was ich eigentlich erreichen wollte.
"und nur von den Ermordeten in Kuba und Chile reden sollen. "
Das macht das Problem mit den Zahlen nicht weg.
"Natürlich ist es auch mir klar,"
Hoppla, lernfähig?
"dass es auf Kuba nie zehn Mal so viele Gefangene geben konnte"
Aber wortwörtlich als "Historische Tatsache" bezeichnen...
"wie in Chile, aber immerhin auch etwa 40'000 (gleiche Quelle wie oben). "
Bei Google?
"Dass ich nicht daran zweifle, "
Das ist Dein gutes Recht. Etwas als historische Wahrheit zu präsentieren, das der Wahrheit widerspricht, ist Geschichtsfälschung.
"dass mindestens 30'000 auf Kuba ermordet wurden, "
Es wird nicht zum Fakt, wenn Du das einfach wiederholst.
"obwohl wir das noch nicht beweisen können "
Jetzt plötzlich wieder.
"(warten wir noch ein paar Jahre,
Es ist bewundernswert wie leicht Dir der Wechsel von "historisch", über "demokratisch" zu "utopisch" schaffst, wenn es um Deine Beweise gibt.
Schade eigentlich, dass Du das nicht so amüsant findest, wie ich.
"bis die Kommunisten von der Bühne abtreten,
Habe ich schon erwähnt, dass mich Dich dein unqualifiziertes Verwenden von links-ideologischen Schlagwörtern nervt?
"wie damals in der DDR und in der Sowjetunion, "
jaja.
"wo vieles erst nachher enthüllt wurde!), "
jaja.
"ist die Tatsache, "
Historisch, demokratisch, utopisch?
"dass F. Castro stets kompromisslos "
jaja.
"im kommunistischen Block gestanden ist "
jaja.
"und sich mit Mao Zedong "
jaja.
"auffallend gut verstanden hat - mit dem Gleichen, "
Das erklärt natürlich alles. Merkel kommt auch auffallend gut aus mit Bush.
"unter dessen Befehl Dutzende von Millionen abgeschlachtet wurden. "
Um das noch einmal klarzustellen: Ich bin gegen jede Gewalt und bin immer für eine politische, demokratische Lösung.
"Es spricht sowieso für sich,"
Es erzählt mir viel über Dich.
"dass von den mehr als 100 Millionen "
Wenn Du grossartige Zahlen nennst,
"geschätzten "
hypothetisch, natürlich nur.
"ermordeten Menschen "
Aber tot sind sie sicher!
"im kommunistischen Block "
Wo denn sonst?
"(wohlgemerkt, ermordet!) "
Ganz sicher, tot!
"seit Jahrzehnten nur selten die Rede ist. "
Aber auch wenn das niemand sagt, oder schreibt - es ist natürlich eine "Historische Tatsache".
Wieso lebst eigentlich Du Deine Aggressionen hier im Forum aus?





